| 1.
Den hohen Wohnwert unserer Gemeinde im Grünen zu bewahren und zu
verbessern, Angriffe abzuwehren, die langfristig zu einer Verstädterung
Ellerbeks führen könnten.
2. Bei allen Ausgaben der Gemeinde ständig darauf achten: wir sollten
nur das verwirklichen, was wir uns auch leisten können.
Wenn wir uns heute Ellerbek anschauen, können wir feststellen,
die beharrliche Verfolgung dieser Leitlinie hat sich gelohnt.
Für die Arbeit in der Gemeindevertretung liegt mir, als Bürgermeister,
eine konsequente Fortführung unserer Grundsätze am Herzen.
So bin ich dafür, die Eigenständigkeit Ellerbeks zu
bewahren. Auch das Amt Bönningstedt hat nur eine ausführende
Funktion, die Entscheidungen müssen von der Gemeindevertretung
und ihren Ausschüssen, also von den von Bürgern gewählten
Vertreterinnen und Vertretern getroffen werden.
Der Bürgermeister sollte direkt von den Bürgern gewählt
werden.
Ich meine, die ehrenamtliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr
kann nicht hoch genug bewertet werden. Die Feuerwehrleute setzen im
Einsatz ihre Gesundheit aufs Spiel, um Leben und Eigentum der Bürger
zu retten. Deshalb muss die Gemeinde sicherstellen, dass die Ausbildung
der Feuerwehrleute und ihre Ausrüstung immer den Erfordernissen
entspricht.
Für mich waren die Ergebnisse der Pisa-Studie alarmierend. Als
Gemeindevertreter müssen wir jedoch realistischerweise feststellen,
dass unsere Einflussmöglichkeiten begrenzt sind. Wir können
lediglich für eine angemessene Ausstattung unserer Hermann-Löns-Schule
und der Schule Rugenbergen sorgen, so wie wir das auch von Nachbargemeinden
mit Gymnasien erwarten dürfen (Johannes-Brahms-Gymnasium !).
Auch unsere Grundschüler nutzen die Gemeindebücherei
und werden so vermehrt zum Lesen hingeführt. Wir sollten immer
ausreichende Mittel zur Anschaffung von Büchern bereitstellen.
Ich freue mich über die letzt vorhandene Seniorenbetreuung in Ellerbek
( Begegnungsstätte, Weihnachtsfeier, Ausfahrten, gesellige Nachmittage
usw). Es scheint mir interessant, diese Angebote zu ergänzen. Senioren
sollten die Möglichkeit haben, sich in interessierten Gruppen über
Themen zu Gesellschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft und vieles mehr
auszutauschen. Der Umgang mit dem Computer und seine vielen Möglichkeiten
(Internet) sollte unseren Senioren angeboten werden. Diesen Prozess
sollte die Gemeinde initiieren und fördern. Das von mir ins Leben
gerufene ELLERBEKER FORUM geht schon, wenn auch in anderem Rahmen, in
diese Richtung.
Wir
sollten in jedem Falle die von der Gemeinde geförderten und organisierten
Theaterbesuche für Jugendliche weiterführen.
Auch die musische Ausbildung der Kinder ist von großer Bedeutung.
Deshalb finanziert die Gemeinde auf Initiative der FDP zusätzlichen
Musikunterricht in der Hermann-Löns-Schule. Diese
Förderung soll erhalten bleiben, bis das Land wieder seinen Aufgaben
nachkommt.
Der Kindergarten in Ellerbek leistet hervorragende
Arbeit. Die Gemeinde bezuschusst diese Arbeit mit jährlich €
190.000 und trägt damit vor den Elternbeiträgen und Zuschüssen
von Kreis, Land und Kirche den Hauptanteil der Kosten. Die von den Eltern
jährlich durchgeführten Kleidermärkte leisten einen lobenswerten
Beitrag, um die Ausstattung zu erweitern.
Der TSV Ellerbek erfüllt über das rein sportliche
Angebot hinaus eine für die Gemeinde äußerst wichtige
soziale Aufgabe. Auffällig ist, dass durch die aktive Jugendarbeit
des TSV Probleme mit randständigen Jugendlichen kaum vorhanden
sind. Deshalb scheint es mir gerechtfertigt und notwendig, dass die
Gemeinde den TSV in beträchtlichem Maße sowohl bei den Personalkosten
(€ 87.000) als auch bei den Hallenkosten (€ ca. 85.000 ) finanziell
unterstützt.
Ähnliche Arbeit leistet auch der Tennisclub Ellerbek
und wird deshalb im Bereich der Jugendarbeit ebenfalls von der Gemeinde
gefördert.
Unsere Pferdehalter und Freizeitreiter passen gut in
das Bild von Ellerbek als ländlicher Gemeinde. Deshalb sollten
wir bei der Neuanlage von Fuß- und Radwegen und an bestehenden
Feldwegen prüfen, ob bereitbare Randstreifen angelegt werden können.
Ellerbek soll seinen hohen Wohn- und Freizeitwert erhalten.
Da der Anteil der bebauten Fläche ohnehin schon im Vergleich mit
anderen Gemeinden sehr hoch ist, werde ich mich jeder weiteren Bebauung
nach außen hin widersetzen. Wir von der FDP fühlen uns den
jetzt in Ellerbek Lebenden verpflichtet und nicht den die aus verständlichen
Gründen gern nach Ellerbek ziehen möchten. Nur wenn die ländliche
Struktur mit der heutigen Bebauung beibehalten wird, kann der Wert
von Grundstücken und Häusern langfristig erhalten
bleiben.
Ein weiterer Zuwachs an Bevölkerung würde außerdem zusätzliche
lnfrastrukturmaßnahmen erforderlich machen. Kindergarten, Schule,
Kanalnetz, Straßen und Wege müssten mit hohem finanziellem
Aufwand ausgebaut werden, ohne dass zusätzliche Einnahmen zur Verfügung
stünden.
Der Zustand der
Gemeindestrassen, der Rad- und Fußwege lässt
teilweise sehr zu wünschen übrig. Hier ist in den nächsten
Jahren ein erhöhter Unterhaltungsaufwand erforderlich. Auf mehreren
Abschnitten von Fußwegen muss Pflaster neu verlegt werden. Die
Sanierung der Strasse „Unter den Linden“ ist geplant, um
Überschwemmungen der Grundstücke zu verhindern und ein Erreichen
der Häuser auch bei Starkregen zu ermöglichen. Dies muss nun
verwirklicht werden.
Außerdem hätte ich gern einen Wanderweg
von der Strasse „Achter de Höf“, bzw. vom Biotop an
der „Alten Schule“ über die Mühlenau hin zum Ihlweg/Burstah
und weiter bis zur Hermann-Löns-Schule.
Die von der FDP initiierten und nun erfolgten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung
im Moordammgebiet zeigen erste positive Wirkungen. Es wird nicht mehr
so schnell gefahren und der Durchgangsverkehr hat abgenommen. Nachdem
weitere Erfahrungen gesammelt wurden, sind ergänzende Maßnahmen
bei Bedarf vorzunehmen. Die Strasse „Verbindungsweg“ soll,
nachdem nur noch Anliegerverkehr möglich ist, am Heidkoppelweg
wieder geöffnet werden.
Die Gemeinde hat im Altdorf hinter der Feuerwache ein Grundstück
mit Halle erworben. Dorthin sollte nun umgehend der Bauhof
aus der Posener Strasse umgesiedelt werden.
Die Abnahme der Gartenabfälle soll beibehalten werden, aber an
anderer Stelle erfolgen.
Wie für die
gesamte Gemeindevertretung gilt auch für mich seit Jahrzehnten
der Grundsatz:
Gesunde Finanzen haben absolute Priorität. So
ist Ellerbek heute in der glücklichen Lage, finanziell noch handlungsfähig
zu sein — im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden. Die realistische
Haushaltspolitik hält uns schuldenfrei — mit einer Rücklage
von € 2,2 Mio.
Wir von der FDP haben besonders darauf geachtet, dass bei Investitionen
die jährlich wiederkehrenden Folgekosten mit bedacht wurden und
dadurch ein finanzieller Gestaltungsspielraum für andere Aufgaben
erhalten blieb. Bei immer knapper werdenden Mitteln ist dieses Prinzip
auch in der Zukunft besonders zu beachten. Nur so kann Ellerbek seine
Eigenständigkeit und Handlungsfähigkeit erhalten. Der Bürger
jedenfalls sollte nicht weiter belastet werden, deshalb kommt für
mich eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern in der nächsten
Legislaturperiode nicht in Frage.
Als Bürgermeister dieser Gemeinde werde ich meine Ziele und Pläne
mit meiner ganzen Kraft und Erfahrung zum Wohle Ellerbeks verwirklichen.
|