Seit nunmehr über 30 Jahren bin ich Mitglied der Gemeindevertretung von Ellerbek. Leitlinie meiner politischen Arbeit zum Wohle Ellerbeks waren zwei Aspekte:

1. Den hohen Wohnwert unserer Gemeinde im Grünen zu bewahren und zu verbessern, Angriffe abzuwehren, die langfristig zu einer Verstädterung Ellerbeks führen könnten.
2. Bei allen Ausgaben der Gemeinde ständig darauf achten: wir sollten nur das verwirklichen, was wir uns auch leisten können.


Wenn wir uns heute Ellerbek anschauen, können wir feststellen, die beharrliche Verfolgung dieser Leitlinie hat sich gelohnt.
Für die Arbeit in der Gemeindevertretung liegt mir, als Bürgermeister, eine konsequente Fortführung unserer Grundsätze am Herzen.
So bin ich dafür, die Eigenständigkeit Ellerbeks zu bewahren. Auch das Amt Bönningstedt hat nur eine ausführende Funktion, die Entscheidungen müssen von der Gemeindevertretung und ihren Ausschüssen, also von den von Bürgern gewählten Vertreterinnen und Vertretern getroffen werden.
Der Bürgermeister sollte direkt von den Bürgern gewählt werden.
Ich meine, die ehrenamtliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr kann nicht hoch genug bewertet werden. Die Feuerwehrleute setzen im Einsatz ihre Gesundheit aufs Spiel, um Leben und Eigentum der Bürger zu retten. Deshalb muss die Gemeinde sicherstellen, dass die Ausbildung der Feuerwehrleute und ihre Ausrüstung immer den Erfordernissen entspricht.
Für mich waren die Ergebnisse der Pisa-Studie alarmierend. Als Gemeindevertreter müssen wir jedoch realistischerweise feststellen, dass unsere Einflussmöglichkeiten begrenzt sind. Wir können lediglich für eine angemessene Ausstattung unserer Hermann-Löns-Schule und der Schule Rugenbergen sorgen, so wie wir das auch von Nachbargemeinden mit Gymnasien erwarten dürfen (Johannes-Brahms-Gymnasium !).


Auch unsere Grundschüler nutzen die Gemeindebücherei und werden so vermehrt zum Lesen hingeführt. Wir sollten immer ausreichende Mittel zur Anschaffung von Büchern bereitstellen.
Ich freue mich über die letzt vorhandene Seniorenbetreuung in Ellerbek ( Begegnungsstätte, Weihnachtsfeier, Ausfahrten, gesellige Nachmittage usw). Es scheint mir interessant, diese Angebote zu ergänzen. Senioren sollten die Möglichkeit haben, sich in interessierten Gruppen über Themen zu Gesellschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft und vieles mehr auszutauschen. Der Umgang mit dem Computer und seine vielen Möglichkeiten (Internet) sollte unseren Senioren angeboten werden. Diesen Prozess sollte die Gemeinde initiieren und fördern. Das von mir ins Leben gerufene ELLERBEKER FORUM geht schon, wenn auch in anderem Rahmen, in diese Richtung.
Wir sollten in jedem Falle die von der Gemeinde geförderten und organisierten Theaterbesuche für Jugendliche weiterführen. Auch die musische Ausbildung der Kinder ist von großer Bedeutung. Deshalb finanziert die Gemeinde auf Initiative der FDP zusätzlichen Musikunterricht in der Hermann-Löns-Schule. Diese Förderung soll erhalten bleiben, bis das Land wieder seinen Aufgaben nachkommt.
Der Kindergarten in Ellerbek leistet hervorragende Arbeit. Die Gemeinde bezuschusst diese Arbeit mit jährlich € 190.000 und trägt damit vor den Elternbeiträgen und Zuschüssen von Kreis, Land und Kirche den Hauptanteil der Kosten. Die von den Eltern jährlich durchgeführten Kleidermärkte leisten einen lobenswerten Beitrag, um die Ausstattung zu erweitern.


Der TSV Ellerbek erfüllt über das rein sportliche Angebot hinaus eine für die Gemeinde äußerst wichtige soziale Aufgabe. Auffällig ist, dass durch die aktive Jugendarbeit des TSV Probleme mit randständigen Jugendlichen kaum vorhanden sind. Deshalb scheint es mir gerechtfertigt und notwendig, dass die Gemeinde den TSV in beträchtlichem Maße sowohl bei den Personalkosten (€ 87.000) als auch bei den Hallenkosten (€ ca. 85.000 ) finanziell unterstützt.
Ähnliche Arbeit leistet auch der Tennisclub Ellerbek und wird deshalb im Bereich der Jugendarbeit ebenfalls von der Gemeinde gefördert.
Unsere Pferdehalter und Freizeitreiter passen gut in das Bild von Ellerbek als ländlicher Gemeinde. Deshalb sollten wir bei der Neuanlage von Fuß- und Radwegen und an bestehenden Feldwegen prüfen, ob bereitbare Randstreifen angelegt werden können.
Ellerbek soll seinen hohen Wohn- und Freizeitwert erhalten. Da der Anteil der bebauten Fläche ohnehin schon im Vergleich mit anderen Gemeinden sehr hoch ist, werde ich mich jeder weiteren Bebauung nach außen hin widersetzen. Wir von der FDP fühlen uns den jetzt in Ellerbek Lebenden verpflichtet und nicht den die aus verständlichen Gründen gern nach Ellerbek ziehen möchten. Nur wenn die ländliche Struktur mit der heutigen Bebauung beibehalten wird, kann der Wert von Grundstücken und Häusern langfristig erhalten bleiben.
Ein weiterer Zuwachs an Bevölkerung würde außerdem zusätzliche lnfrastrukturmaßnahmen erforderlich machen. Kindergarten, Schule, Kanalnetz, Straßen und Wege müssten mit hohem finanziellem Aufwand ausgebaut werden, ohne dass zusätzliche Einnahmen zur Verfügung stünden.

Der Zustand der Gemeindestrassen, der Rad- und Fußwege lässt teilweise sehr zu wünschen übrig. Hier ist in den nächsten Jahren ein erhöhter Unterhaltungsaufwand erforderlich. Auf mehreren Abschnitten von Fußwegen muss Pflaster neu verlegt werden. Die Sanierung der Strasse „Unter den Linden“ ist geplant, um Überschwemmungen der Grundstücke zu verhindern und ein Erreichen der Häuser auch bei Starkregen zu ermöglichen. Dies muss nun verwirklicht werden.
Außerdem hätte ich gern einen Wanderweg von der Strasse „Achter de Höf“, bzw. vom Biotop an der „Alten Schule“ über die Mühlenau hin zum Ihlweg/Burstah und weiter bis zur Hermann-Löns-Schule.
Die von der FDP initiierten und nun erfolgten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Moordammgebiet zeigen erste positive Wirkungen. Es wird nicht mehr so schnell gefahren und der Durchgangsverkehr hat abgenommen. Nachdem weitere Erfahrungen gesammelt wurden, sind ergänzende Maßnahmen bei Bedarf vorzunehmen. Die Strasse „Verbindungsweg“ soll, nachdem nur noch Anliegerverkehr möglich ist, am Heidkoppelweg wieder geöffnet werden.
Die Gemeinde hat im Altdorf hinter der Feuerwache ein Grundstück mit Halle erworben. Dorthin sollte nun umgehend der Bauhof aus der Posener Strasse umgesiedelt werden.
Die Abnahme der Gartenabfälle soll beibehalten werden, aber an anderer Stelle erfolgen.

Wie für die gesamte Gemeindevertretung gilt auch für mich seit Jahrzehnten der Grundsatz:
Gesunde Finanzen haben absolute Priorität. So ist Ellerbek heute in der glücklichen Lage, finanziell noch handlungsfähig zu sein — im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden. Die realistische Haushaltspolitik hält uns schuldenfrei — mit einer Rücklage von € 2,2 Mio.
Wir von der FDP haben besonders darauf geachtet, dass bei Investitionen die jährlich wiederkehrenden Folgekosten mit bedacht wurden und dadurch ein finanzieller Gestaltungsspielraum für andere Aufgaben erhalten blieb. Bei immer knapper werdenden Mitteln ist dieses Prinzip auch in der Zukunft besonders zu beachten. Nur so kann Ellerbek seine Eigenständigkeit und Handlungsfähigkeit erhalten. Der Bürger jedenfalls sollte nicht weiter belastet werden, deshalb kommt für mich eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern in der nächsten Legislaturperiode nicht in Frage.
Als Bürgermeister dieser Gemeinde werde ich meine Ziele und Pläne mit meiner ganzen Kraft und Erfahrung zum Wohle Ellerbeks verwirklichen.