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Presseinformation Nr. 231/2009 Kiel, Mittwoch, 15. Juli 2009 Sperrfrist: Redebeginn Es gilt das gesprochene Wort! Umwelt / Forstpolitik / Landeswaldgesetz Günther Hildebrand Langwierige Waldgesetznovelle In seinem Redebeitrag zu TOP 10 (Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Landeswaldgesetzes) sagte der umweltpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Günther Hildebrand: "Bereits im September 2005 hat die FDP-Fraktion einen Entwurf
für ein neues Waldgesetz vorgelegt, das sich nach den rot/grünen
Eskapaden auch wieder am wirtschaftlichen Nutzen des Waldes orientieren
sollte, an seiner Bedeutung für die Umwelt und seiner Bedeutung
für die Erholung der Bevölkerung. Seitdem sind vier Jahre ins Land gegangen! Besonderes Engagement für das Thema belegt das ganz gewiss nicht. Allerdings ist auch das nicht wirklich überraschend. Bislang sind alle Themen, die mit dem "Wald" zusammenhängen, eher zögerlich von der Landesregierung bearbeitet worden. Ich erinnere nur an den Bericht zur Wald- und Forstwirtschaft. Im Landtag hatte der Minister dazu inhaltlich leider kaum etwas zu sagen - um Monate später allerdings mit einer Hochglanzbroschüre und im weiteren sogar mit der erbetenen Clusterstudie aufzuwarten. Das lässt zumindest eine gewisse Offenheit für gute Ideen
erkennen.
Weniger gelungen sind dagegen die Ansätze zum Betretungsrecht,
das der Minister nunmehr einführen will - und an denen er auch
nach der Verbands-anhörung bislang nichts Wesentliches geändert
hat. Der Minister hatte diesen Vorschlag mit Hinweis auf zuviel Bürokratie
abgelehnt - und bietet stattdessen heute Verbote. Nur zu gut erinnere ich noch die vielen fachlichen Bedenken, die im Zusammenhang mit der rot/grünen Einführung des Betretungsrechts geäußert worden sind, sei es vom Landesnaturschutzverband, dem Landesnaturschutzbeauftragten, dem BDF oder der Projektgruppe Seeadlerschutz. 2004 waren sie alle der Meinung, dass es den anerkannt kleinen Wäldern
im Lande besser täte als störungsfreie Räume in ihrer
Gesamtheit gesichert zu werden - ein Aspekt der sich jetzt auch in der
Begründung zum Gesetzentwurf wieder findet. Die große Koalition muss mit ihrem "Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln" endlich aufhören." |
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